Anthony McCarten, "Superhero""Superhero" ist nicht nur wegen seines drehbuchartigen Aufbaus sehr temporeich und spannend. Keinesfalls ist es jedoch, wie man vermuten könnte, (nur) ein Jugendbuch.
Aus dem Klappentext:
Donald Delpe ist 14, voller unerfüllter Sehnsucht, Comiczeichner. Er möchte nur eines wissen: Wie geht Liebe? Doch er hat wenig Zeit - er ist schwerkrank. Was ihm bleibt, ist ein Leben im schnellen Vorlauf. Das schafft aber nur ein Superheld. Donald hat sogar einen erfunden - MiracleMan. Aber kann MiracleMan ihm helfen, oder braucht Donald ganz andere Helden?Der Roman erschien im Diogenes Verlag.
Christoph Hein, "Von allem Anfang an"Aus dem Klappentext:
"Dem Leben muß man von allem Anfang an ins Gesicht sehen", lautet einer der Ratschläge, die Tante Magdalena Daniel gibt, wenn sie über alte Fotos reden, einen Kummer mit den Eltern oder die Schule. Daniel ist zwölf, dreizehn, mithin in einem Alter, in dem nichts mehr selbstverständlich ist an diesem Leben: plötzlich merkt er, daß die mitteldeutsche Kleinstadt, in die es die Familie aus dem Schlesischen nach dem Krieg verschlagen hat, unendlich langweilig ist, ihm fällt auf, daß seine Mutter nicht mehr mit dem Vater redet, er muß erfahren, daß über die russischen Panzer in Budapest auf der Leuchttafel am Kudamm anders berichtet wird als in den Zeitungen daheim, er lernt Wörter wie schwul oder sieht zum ersten Mal Brüste eines Mädchens, und der lernt, wie man küßt. Ein aufregendes Alter, verunsichert und beunhruhigend - Daniel ist nicht mehr Kind und noch lange nicht erwachsen -, ein Alter, in dem alles möglich ist: mit Artisten abzuhauen oder wenigstens nacht Westberlin, Schauspieler zu werden oder plötzlich im Schlamassel zu sitzen, weil man eben dem Leben ins Gesicht gesehen hat.
Am Anfang stehen die Abschiede. Ob jäh oder unmerklich: sie treiben Daniel aus dem Niemandsland zwischen Kindheit und Erwachsensein, in dem er sich unruhig und ahnungsvoll aufhält und in dem er gern bleiben würde, obwohl er alles tut, um davon loszukommen. Noch wird er nur als stummer Zeuge im Hintergrund geduldet, noch sieht er die Brüste der Mädchen am deutlichsten, wenn er die Augen schließt, noch ist er nur Besucher in Westberlin, wo die Menschen selbst bei den schlimmsten Schreckensmeldungen ungerührt bleiben. - Noch ist alles ernst für Daniel und er weiß nicht, daß man einmal mit einem Lächeln davon erzählen kann.Der Roman erschien im Aufbau-Verlag.
Edgar Hilsenrath, "Die Abenteuer des Ruben Jablonski"Aus dem Klappentext:
Ich will atmen, leben und schreiben, sagt Ruben Jablonski. Doch der Holocaust zwingt dem jüdischen Jungen ein anderes Leben auf: Aus dem Ghetto befreit, beginnt eine Odysee, die ihn nach Palästina, aber auch durch die Höhen und Tiefen der Liebe und des Erwachsenwerdens führen wird. Edgar Hilsenrath gelingt die waghalsige Verbindung der erschütternden Zeitzeugenschaft mit den bunten un dlebensprallen Geschichten, die Ruben erlebt.Der Roman erschien im Piper Verlag.
Uwe Johnson, "Mutmassungen über Jakob"Aus dem Klappentext:
Im Juni 1959, als die "Mutmassungen über Jakob" gedruckt wurden, siedelte der Autor aus der DDR nach West-Berlin um. Ihm war bewußt, daß dieses Buch, da es inhaltlich und in seiner Ästhetik der offiziellen Idiologie der DDR widersprach, im Osten Deutschlands nicht erscheinen konnte. Es spürt nämlich dem Tod des Eisenbahn-Dispatchers Jakob Abs nach. "Aber Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen." Handelt es sich um Mord, Selbstmord oder um einen Unfall? Jakob Abs war, und dies ist der Grund für die Spekulationen über ihn, im Herbst 1956 mehreren Belastungen zugleich ausgesetzt: Seine Mutter war in den Westen gegangen; und die Staatssicherheit versuchte ihn dazu zu bewegen, Gesine Cresspahl, die 1953 (...) in die BRD übergesiedelt war, zu einer Tätigkeit mit dem Staatssicherheitsdienst zu überreden.
Formal führt der Roman, durch das Mittel des Dialogs und des Monologs, die Suche nach der Wahrheit vor, einer Wahrheit nicht nur über den Tod von Jakob Abs, sondern auch der über die Verhältnisse in der DDR.Der Roman erschien im Suhrkamp Verlag.
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